Ein Abend voller Musik: Der Bürgerverein Ebersberg begeistert mit festlichem Kirchenkonzert

Das Jahr 2025 war für den Bürgerverein Ebersberg ein ereignisreiches und von Veränderungen geprägtes Jahr. Mit Daxi Pan übernahm ein Dirigent die musikalische Leitung, der die Kapelle bereits in früheren Jahren geleitet hatte und vielen Musikerinnen und Musikern noch gut vertraut ist.

Ursprünglich war das Konzert in der katholischen Kirche in Ebersberg geplant, die nach langer Schließung wiedereröffnet werden sollte. Da jedoch die Renovierungsarbeiten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten, entschied man sich, das Konzert nach Unterweissach in die Dreifaltigkeitskirche zu verlegen, wo es am Sonntag dem 7. Dezember stattfand.

Eröffnet wurde der Abend durch das 1995 komponierte Werk „Concerto d’Amore“ . Das über sieben Minuten lange Stück wurde von Jacob de Haan speziell für seinen eigenen Musikverein, Excelsior in Nijland, den Niederlanden, geschrieben. De Haan sagte einmal selbst, dass der Erfolg dieser Komposition kein Zufall sei und den Start seiner musikalischen Karriere markiert habe. Dieser Aussage kann nach der Aufführung in der Dreifaltigkeitskirche nur zugestimmt werden, und so weckte „das Konzert der Liebe“ mit seiner Kombination aus den drei unterschiedlichen Musikstilen Barock, Pop und Jazz tiefe Gefühle beim Publikum.

Mit „Celtic Flutes“ rückte daraufhin ein ganz bestimmtes Instrument in den Mittelpunkt des Geschehens: die Querflöte. Das Stück, inspiriert von keltischer Musiktradition, verbindet ruhige, erzählerische Passagen mit rhythmisch tänzerischen Elementen. Die beiden Solistinnen Maren Janetzko und Sophia Kalmbach setzten diese Kontraste ausgesprochen feinfühlig um und harmonierten dabei trotz der anspruchsvollen Noten präzise miteinander.

Einen musikalischen Höhepunkt des Abends bildete „The Witch and the Saint“  von Steven Reineke. Das Stück basiert auf Ulrike Schweikerts gleichnamigen Roman und erzählt die bewegte Geschichte zweier Zwillingsschwestern im Ellwangen des 16. Jahrhunderts, einer Zeit, die von Hexenverfolgungen geprägt war. Musikalisch wechselten sich ruhige  Passagen mit kraftvollen, düsteren Abschnitten ab und machten die dramatische Handlung für das gesamte Publikum hörbar.

Einen Ausflug in ein längst vergangenes Zeitalter des Orients brachte anschließend das Stück „Lawrence of Arabia“.  Das Werk basiert auf Maurice Jarres berühmter Filmmusik, die für den gleichnamigen Filmklassiker mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Alfred Reeds Vertonung der Musik für Blasorchester basiert auf zwei Hauptthemen: dem arabischen Motiv mit seiner fast barbarischen Wirkung – und dem Lawrence-Thema, eine eindringliche, ergreifende Melodie, die sowohl Lawrences Liebe zur Wüste als auch seine inneren Konflikte widerspiegelt.

Mit „Christmas on Broadway“ zog im Folgenden lebendige, weihnachtliche Stimmung in die Kirche ein. Das rund sechsminütige Medley präsentiert eine Auswahl fröhlicher Weihnachtslieder von Broadway-Komponisten und eignete sich perfekt, um das Publikum in festliche Stimmung zu versetzen. Gespielt wurden unter anderem God Bless Us EveryoneIt’s Beginning to Look Like ChristmasMarch of the Toys und We Need a Little Christmas.

Einen ruhigen und besinnlichen Moment brachte anschließend „Die Winterrose“ in das Konzertprogramm. Das Musikstück, welches dazu einlädt, über den tieferen Sinn von Weihnachten nachzudenken und die Botschaft der Heiligen Nacht neu zu entdecken, wurde durch begleitende Texte, vorgetragen von Andreas Pickermann, ergänzt. Während des Stückes schlossen sowohl Dirigent Daxi Pan als auch einige Zuhörer die Augen, um die harmonische Musik noch bewusster zu erleben.

Zum feierlichen Abschluss erklang die Zugabe „Cinderella’s Dance“. Die Bearbeitung von Kurt Gäble basiert auf der bekannten Musik des Märchenfilms „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda. Vor allem das melodische Hauptthema, das weltweit bekannt ist, ließ die Zuhörerinnen und Zuhörer sofort in die zauberhafte Welt des Films und der Märchen eintauchen und rundete damit das vielseitige und stimmungsvolle Programm des Abends ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert