Musikalische Vielfalt beim Bunten Blasmusiknachmittag in Auenwald

Einen abwechslungsreichen musikalischen Nachmittag erlebten die Besucherinnen und
Besucher des Bunten Blasmusiknachmittags der Trachtenkapelle des Bürgervereins
Ebersberg am Sonntag, den 22. März, in der Mehrzweckhalle Auenwald-Hohnweiler. Unter
der Leitung von Dirigent Daxi Pan präsentierten die Musikerinnen und Musiker ein
vielfältiges Programm, das von klassischer Operette bis hin zu moderner
Unterhaltungsmusik reichte.
Mit der Ouvertüre aus La Belle Hélène eröffnete die Kapelle das Konzert. Komponist
Jacques Offenbach griff hierbei auf die griechische Mythologie rund um Helena von Troja
zurück und verarbeitete diese zu einer satirischen Darstellung der französischen
Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Die Ouvertüre vereint verschiedene Arien und
Chorpassagen und überzeugte durch ihren lebendigen und facettenreichen Charakter,
was sie zu einem perfekten Eröffnungsstück für den musikalischen Nachmittag machte.
Im Anschluss folgte La Storia von Jacob de Haan – ein Stück, das als Filmmusik für einen
unvergesslichen Blockbuster geeignet wäre. Anders als klassische Filmmusik gehört La
Storia
jedoch nicht zu einem bestimmten Film und liefert stattdessen eine musikalische
„Geschichte“, zu der sich jede Zuhörerin und jeder Zuhörer eigene Bilder und Szenen
vorstellen kann. Dies liegt daran, dass sich Jacob de Haan beim Komponieren stark vom
Stil großer Filmmusik inspirieren ließ – insbesondere der von Ennio Morricone. So entsteht
ein spannender Wechsel zwischen verschiedenen Passagen, in denen die
Trachtenkapelle ihre ganze Klangvielfalt zeigen konnte.
Mit A Musical Fantasy präsentierten die Musikerinnen und Musiker ein Werk des
Komponisten Ennio Salvere aus dem Jahr 2010. In dieser Komposition kommen
unterschiedliche Musikstile zum Einsatz, die häufig in bekannten Musicals verwendet
werden. Nach einer Ouvertüre folgt ein fröhliches Allegro, das die Zuhörer an einen
typischen Hollywood-Entertainment-Stil erinnert. Daraufhin schließt sich ein ruhiges
Mittelstück in Form einer romantischen Popballade an. Schließlich findet die Komposition
mit einem schwungvollen Finale, das augenzwinkernd auf die Jazzmusik verweist, ihren
Abschluss.
Einen Höhepunkt des ersten Konzertteils bildete das Potpourri aus dem Singspiel Im
weißen Rössl
, dessen Uraufführung 1930 im Großen Schauspielhaus in Berlin stattfand.
Schauplatz ist das Hotel „Weißes Rössl“ am Wolfgangsee im österreichischen
Salzkammergut. Die Geschichte um den Kellner Leopold, der sich in seine Chefin Josepha
verliebt und erst nach einigen Irrungen und Wirrungen das Liebesglück mit ihr findet,
wurde zudem verfilmt. So gelangten die bekannten Melodien von Ralph Benatzky, ergänzt
durch Kompositionen von Robert Stolz und Robert Gilbert, schließlich auch zu den
Ebersberger Musikerinnen und Musikern.
In der Pause sorgte die Flötengruppe der Grundschülerinnen und Grundschüler für
zusätzliche Unterhaltung. Mit viel Engagement und Freude am Musizieren begeisterten die
jungen Talente das Publikum und bildeten damit einen besonderen Höhepunkt des
Nachmittags.
Im Anschluss startete die Trachtenkapelle mit der Fuchsgraben-Polka in den zweiten Teil
des Konzertprogramms. Das Stück zählt zu den ersten großen Erfolgen der Egerländer
Musikanten um Ernst Mosch und gilt als Meilenstein der böhmischen Blasmusik.
Daraufhin wagte sich die Kapelle mit Don’t Stop Believin’ an einen der bekanntesten
Rocksongs der Musikgeschichte. Der Hit der US-Band Journey aus dem Jahr 1981 gilt als
einer der „perfekten Rocksongs“ und überzeugt durch seine positive Botschaft. In der
Blasorchesterbearbeitung von Martin Scharnagl wurde der Titel vor allem bei den jüngeren
Zuhörerinnen und Zuhörern zu einem echten Publikumsliebling.

Der Walzer Lebenswert brachte daraufhin einen ganz anderen Blasmusikstyle in das
Programm mit ein. Die Komposition stammt ebenfalls von Martin Scharnagl und verbindet
traditionelle Walzerformen mit modernen Elementen. Sie lädt dazu ein, die schönen
Momente des Lebens bewusst wahrzunehmen.
Im Anschluss begab sich die Kapelle mit Viva la France auf eine musikalische Reise durch
Frankreich. Bekannte Melodien wie „La Marseillaise“, „Poupée de cire, poupée de son“,
„Non, je ne regrette rien“ und „Et maintenant“ wurden von Arrangeur Frank Bernaerts zu
einem abwechslungsreichen Medley verbunden und sorgten für eine kleine musikalische
Reise in unser Nachbarland.
Der Konzertmarsch Viribus Unitis von Josef Bach bildete schlussendlich einen kraftvollen
Abschluss des offiziellen Programms. Das Werk, das bei einem Kompositionswettbewerb
der Bundeswehr in Zusammenarbeit mit dem WDR ausgezeichnet wurde, überzeugte
unter anderem durch ein besonders schönes Trio.
Als Zugabe erklang schließlich der zweite Teil des Medleys Viva la France. Mit weiteren
bekannten französischen Melodien wie „Pour un flirt“, „La vie en rose“ und „Les ChampsÉlysées“
sorgte die Kapelle für ein schönes Finale und verabschiedete sich von einem
begeisterten Publikum.
Wer nun Lust auf noch mehr Blasmusik bekommen hat, oder einfach einmal wieder feiern
möchte, ist herzlich zum Schlossfest auf dem Ebersberg eingeladen. Dieses findet in
diesem Jahr vom 14.05. bis zum 17.05. statt und bietet beste Unterhaltung für jeden
Geschmack.

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